14. Dez, 2016

Einmalig in Oberbayern

Nicht nur in Schweden, auch in Fürstenfeldbruck wird der 13. Dezember, der Luziatag gefeiert. Bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders 1582 war dies der Tag der Wintersonnenwende, der kürzeste Tag im Jahr. Bei hellem Kerzenschein in der Nacht wird der heiligen Luzia, der "Lichtbringerin" gedacht. In Schweden durch singende weißgekleidete Mädchen, die einen Lichterkranz auf dem Kopf tragen, in Fürstenfeldbruck durch mit Kerzen geschmückten Holzhäuschen auf Flößen, von Kindern mit Liebe zum Detail gebastelt. Diese Luzienhäuschen werden am Abend des 13. Dezember nach einer kurzen ökumenischen Andacht zur Ehre Gottes zu Wasser gelassen und schwimmen dann bei starker Strömung auf der Amper Richtung Emmering. Das "Lichterschwemmen", das Aussetzen des Lichts auf dem lebensspendenden Wasser ist ein uralter Brauch im Alpenraum. In Fürstenfeldbruck war seinerzeit der 13. Dezember 1785 der Tag mit dem höchsten Pegelstand der Amper, aber das befürchtete Hochwasser blieb aus. Aus Dankbarkeit für Gottes Schutz feierten die Bürger fortan jedes Jahr einen Gottesdienst zu Ehren der heiligen Luzia, anschließend wurden Pappmodelle Fürstenfeldbrucker Häuser mit brennenden Kerzen in die Amper gesetzt.